PREKÄROTOPIA im A.K.T; | 2020

Ausstellung und Performance
03.10. – 06.12.2020

A.K.T; Pforzheim
Theaterstraße 21
75175 Pforzheim

www.akate.de

 

Eine neue Adaption von PREKÄROTOPIA wurde 2020 im A.K.T; Pforzheim ausgestellt und aufgeführt.

Eine Performance vor Publikum war im Oktober 2020 durch die Covid-19 Pandemie nicht möglich. Die Künstlerinnen entwickelten ein Konzept, welches es trotz der Situation möglich machte, die Aufführungen präsent zu erleben. Das Singspiel wurde im Bühnenraum des 1. Stocks aufgeführt, von Kameramann Adrian Campean mittels Steadycam gefilmt und live in den Publikumsraum im 2. Stock übertragen. Die Zuschauer*innen saßen räumlich getrennt von den Performerinnen des A.K.T;. Sie verfolgten die Performance über eine Doppelprojektion bestehend aus einer Live-Kamera synchronisiert mit den Musikvideos der jeweiligen Songs.

Zusätzlich wurden alle Aufführungen live ins Internet gestreamt.


Text über PREKÄROTOPIA von Prof. Dr. Johannes Meinhardt ⬅︎ LINK PDF


Für die Präsentation von PREKÄROTOPIA im A.K.T; wurde von den Künstlerinnen eine neue Skulptur entwickelt, die ihnen während der Performance als erweiterter Aktionsraum diente. Ein weißer Kubus auf Böcken, an dessen Rückseite ein dreiteiliges Drehkreuz befestigt ist, bildet – je nach Stellung der beweglichen Flügeltür – einen neuen Hintergrund und einen veränderten Handlungsraum: Die Rückwand von Poupée erscheint als glänzendes Spiegelmosaik, Speaker‘s Hintergrund ist eine mit systemanalytischen Formeln beschriebene Tafel, während Trickster‘s fluoreszierender Hintergrund mit Spuckschutz sich mal clean weiß und mal grünlich schimmernd zeigt.

Der Diorama-Raum ist mit einem doppelten Boden ausgestattet, der ein Loch freigibt, wenn er herausgezogen wird, durch das die Performerinnen im Dioramaraum erscheinen oder verschwinden können. Die Figuren Poupée, Speaker und Trickster agieren während der Performance in der Diorama-Skulptur einzeln vor ihren jeweiligen Hintergründen oder gemeinsam in unterschiedlichen Lichtstimmungen und spezifischen Effekten. In der Ausstellung wird das Diorama in modifizierter Form zur Skulptur umgewandelt und spiegelt das abstrakte System Prekärotopia wieder. Die Besucher*innen sind aufgefordert, durch die Scheibe in die Welt von Prekärotopia zu schauen, oder die rückseitige Flügeltür zu drehen und die verschiedenen Kulissen
zu entdecken.

 

Austellungsansichten:

 


Zur Ausstellung erschien in Kooperation mit agora42 die Ausgabe 04/2020 – des philosophischen Wirtschaftsmagazins mit dem Titel SOLIDARITÄT IN PREKÄROTOPIA: „Diese Ausgabe widmet sich der Solidarität als der eigentlichen Grundlage unserer Lebensweise und der drohenden Gefahr sich ausweitender sowie verstärkender Prekarisierung. Sie widmet sich aber auch der Neubuchstabierung, Ausweitung und Intensivierung von Solidarität.“ In enger Zusammenarbeit mit der Redaktion gestalteten die Künstlerinnen den Inhalt dieses Heftes. Im „Wozu Kunst-Teil“ der Ausgabe präsentieren sie auf 10 Doppelseiten in textlicher und bildlicher Form das prekäre Singspiel PREKÄROTOPIA. www.agora42.de

Wozu-Kunst Teil der agora42- Ausgabe 04/2020  ⬅︎ LINK PDF

 

 


 

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